Ernst Burgbacher
MdB. Parl. Staatssekretär im
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
|
 |
Vergaberegeln zielen darauf ab, beim Einkauf der
öffentlichen Hand das
wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Im Rahmen ihrer Hightech-Strategie
hat sich
die Bundesregierung unter anderem auf die Fahnen geschrieben, die
öffentliche
Beschaffung stärker auf Innovationen hin zu orientieren. Innovative
Produkte und
vor allem auch Leistungen können der öffentlichen Verwaltung mehr
Bürgerfreundlichkeit und Effizienz verschaffen, wenn z.B. Verwaltungswege
kürzer
und schneller werden. Wissensaustausch mit anderen Praktikern kann dem
Beschaffer vor Ort wichtige Hinweise geben, wie durch Innovation
Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann. Kommunikation zwischen den
Akteuren im
Vergabeprozess hilft - und zwar nicht nur innerhalb der eigenen Behörde
oder
Institution, sondern auch außerhalb. Es lohnt sich, eigene Erfolge per
Internetplattform an andere weiterzugeben und von anderen profitieren zu
können.
Ich unterstütze die Initiative "Wissensaustausch zwischen öffentlichen
Auftraggebern" deshalb ausdrücklich. |
|
|
|
Präambel
Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky - Lehrstuhlinhaber IBL und BWL,
Universität Würzburg Prof. Dr. Michael Eßig - Lehrstuhlinhaber Materialwirtschaft und Distribution, Universität der Bundeswehr München
|
|
Die unabhängige Initiative trägt der Tatsache Rechnung, dass trotz der immensen wirtschaftlichen Bedeutung der öffentlichen Auftragsvergabe bisher kein Instrument für einen adäquaten Informationsaustausch zwischen den Verantwortlichen in diesem Bereich existiert. Bei über 30.000 Vergabestellen in Deutschland liegt die Notwendigkeit eines interkommunalen Erfahrungs- und Wissensaustauschs auf der Hand! Öffentliche Einkäufer sehen sich in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die Initiative Wissensaustausch will dazu beitragen, im Dialog Lösungen für alle Beteiligten zu erarbeiten. Dazu gehört der Austausch über Prozessverbesserungen im Einkauf wie auch über zu beschaffende Güter und Leistungen.
Öffentliche Auftraggeber haben - im Gegensatz zur Privatwirtschaft - keine direkte Konkurrenzsituation. Es ist daher im Sinne eines wirtschaftlichen Umgangs mit Steuergeldern in hohem Maße angezeigt, Synergien zu suchen und voneinander zu profitieren. Dieser positive Effekt lässt sich durch den effizienten Austausch vorhandenen Wissens schnell und einfach erzielen - Fragestellungen betreffen bspw. die Erstellung von - oftmals sehr komplexen - Leistungsbeschreibungen, vergaberechtliche Probleme, organisatorische und führungsbezogene Gestaltungsansätze u.v.a.m.
Die Initiative Wissensaustausch zwischen öffentlichen Auftraggebern will dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Hierzu werden u.a. gemeinsam mit Kooperationspartnern Internetplattformen bereit gestellt, die gleichzeitig hocheffizient, intuitiv benutzbar und flexibel sind, so dass den unterschiedlichsten Interessen und Erfordernissen in diesem komplexen Aufgabenfeld Rechnung getragen werden kann. Weitere Facetten der Initiative sind die zeitnahe Durchführung von Tagungen, Workshops und Seminaren zu aktuellen Themen, deren Bedarf sich aufgrund der internetbasierten Kommunikation auf den Plattformen umgehend feststellen lässt. Dies gilt ebenso für die Erstellung und Bereitstellung von Informationsmaterialien wie Broschüren oder Schriften.
Die permanente Aktualität wird auch sichergestellt durch die Einbindung von Hochschulinstituten, Forschungsstellen sowie von zahlreichen Experten auf dem Gebiet der öffentlichen Auftragsvergabe. Der Wissensaustausch funktioniert dabei nur so gut, wie jeder bereit ist, sich einzubringen - wer viel beiträgt, wird auch viel zurückbekommen. In diesem Sinne freuen wir uns auf Ihre Mitwirkung. Wenn Sie Anregungen und Ideen haben, wie wir die Initiative weiter verbessern können, stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
|
|
Schirmherrschaft

 |